18. Mai 2017
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Hirschaider Jugendfeuerwehr wird für 24 Stunden zur Berufsfeuerwehr

Einen besonderen Übungstag ließen sich die Jugendwarte der Freiwilligen Feuerwehr Hirschaid für ihre Schützlinge einfallen. Von Freitag Nachmittag an, durften die Jugendlichen einen Dienstablauf wie bei einer richtigen Berufsfeuerwehr kennen lernen. Gestartet wurde mit der Übernahme der Fahrzeuge. Hierzu werden die wichtigsten Gerätschaften auf ihre Funktion überprüft. Egal ob Atemschutzgerät oder Pumpe, alles muss im Ernstfall sofort einsatzbereit sein, um nicht wertvolle Zeit zu verlieren.

„Erster Alarm und die Aufregung steigt“

Es ist 17:10 Uhr, als plötzlich eine unbekannte Tonfolge durch die Lautsprecheranlage klingt. Ein Alarmgong gefolgt von einer Durchsage Florian Hirschaid 46/1 und 59/1 zum Brand Freifläche. Jetzt war allen klar, dass es sich um den ersten Alarm des Tages handelte. Nun war deutlich die Anspannung bei allen Nachwuchs-Brandschützern zu spüren. Schnell in die bereitgestellte Einsatzkleidung und ab auf die Fahrzeuge, die festgelegte Position besetzen. An der Einsatzstelle erwartete die Mannschaft ein außer Kontrolle geratenes Lagerfeuer, welches sich rasch weiter ausbreitete. Ein Trupp unter angedeutetem, schwerem Atemschutz machte sich an die Brandbekämpfung, während der Rest der Truppe sich um die Wasserversorgung aus der angrenzenden Regnitz kümmerte. Schnell konnte der Brand gelöscht und sich anschließend zuhause an das Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft gemacht werden.

„Notrufe kennen keine Pausenzeiten.“

Aufgrund des Brandes musste das Abendessen nach hinten verschoben werden. Da es aber nicht ohne geht, machte sich ein Teil der Mannschaft auf zum Einkaufen der Mahlzeit. Im Anschluss an die gemeinsame Zubereitung hoffte man diese dann auch in Ruhe verspeisen zu können, was glücklicherweise auch möglich war. Jedoch lies der nächste Alarm nicht lange auf sich warten. Das Abendprogramm gestaltete sich darin, eine brennende Gartenhütte zu löschen und deren vermissten Besitzer zu retten und zu versorgen.

„Einsatzbereit rund um die Uhr“

Nachdem auch dieser Einsatz erfolgreich abgearbeitet war, ging es in die Bereitschaftszeit über. Hier konnten die Feuerwehrmänner und -frauen ihre freie Zeit selbst gestalten, jedoch immer einsatzbereit auf der Feuerwache. Gegen zwei Uhr wurde die Nachtruhe durch eine ausgelöste, automatische Brandmeldeanlage unterbrochen. Kaum nachdem die Fahrzeuge sich auf Anfahrt melden konnten, wurden sie auch wieder zurück geordert. Aufgrund eines gesicherten Rückrufes wurde der Einsatz abgebrochen. Am Morgen wurde nach dem Weckruf gemeinsam gefrühstückt und der weitere Tagesablauf besprochen. Um 08:15 Uhr ging der nächste Alarm ein. Nach einem Arbeitsunfall musste eine gestürzte Person aus einem Treppenhaus transportiert und eine weitere, eingeklemmte Person, befreit werden.

„Ausbildung und Dienstsport“

Der Vormittag beinhaltete zum einen Ausbildung der Wachmannschaft. Hier wurden Maßnahmen zur Ersten Hilfe, sowie Grundlegende Tätigkeiten im Feuerwehrdienst vermittelt. Zum Anderen stand der Dienstsport mit einem Fußballspiel auf dem Plan. Nach dem Mittagessen folgte noch der letzte Einsatz, welcher den Jugendlichen noch einmal alles abverlangte. Beim Rückwärtsfahren hatte der Fahrer eines PKWs einen Fahrradfahrer übersehen. Dieser stürzte und musste unter dem PKW befreit werden. Auch nach Dienstende der 24 Stunden Schicht bleiben viele positive Eindrücke, neue erlernte Fähigkeiten und glückliche Gesichter bei den 12 bis 18-jährigen, die mit viel Ehrgeiz und Freude bei der Sache sind, bestehen. Vielen Dank an die Jugendwarte Richard Wolfschmidt, Tina Nüssel und Sebastian Pflaum für ihr großartiges Engagement!

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